Blind Spot

On the Road again

von D.S.
BLIND SPOT hat ja durchaus Originelles zu bieten: Er wurde komplett auf Kuba gedreht. Und er präsentiert uns ein brutales, pyromanisch veranlagtes Serienkiller-Monster, das tatsächlich einen guten Grund für seine Taten hat - auch, wenn dieser erst zum Schluss und nicht besonders eindringlich vermittelt wird.

Das war’s dann aber auch schon, ansonsten bekommen wir hier mal wieder Durchschnittsware par excellence serviert. Die zwar mit guter Kameraarbeit, schönen Landschaftsaufnahmen und einer süßen, sich diesmal allerdings nicht ganz so extensiv wie in SWITCH nackig machenden Hauptdarstellerin punkten kann - durch seine Vorhersehbarkeit und mangelndes Tempo jedoch über weite Strecken eher langweilt.

Hier läuft einfach alles nach Schema F ab. Und Bösewichte in dunklen Trucks waren inzwischen bereits ein paar Mal zu oft hinter verschreckten Leutchen her, als dass die Komponente „gesichtsloser Verfolger" alleine noch für einen erhöhten Adrenalinpegel beim Betrachter sorgen könnte. Zudem wirkten die PS-Rowdies in DUEL, JOYRIDE, MONSTER MAN, JEEPERS CREEPERS und so weiter und so fort halt noch ein deutliches Stück bedrohlicher, deren Atmosphäre weit dichter.

Insofern ist der Abenteuerurlaub unseres kanadischen Pärchens in der fiktiven lateinamerikanischen Republik Santiago mit eingebauter Menschenjagd zwar ohne Schmerzen goutierbar, bleibt aber auch keine Sekunde in Erinnerung. Wer das Subgenre liebt, kann einen Blick riskieren, immerhin ist die Inszenierung weitestgehend solide. Alle anderen fahren vielleicht lieber selbst nach Kuba, erwarten hier jedenfalls besser nicht mehr als Mittelmaß. 4 Punkte von mir.
D.S.
sah diesen Film im Metropolis 8, Frankfurt

11.09.2012, 05:24



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