Cold Prey

Grundsolider Slasher mit tollen Naturaufnahmen und einer gehörigen Portion Spannung!

von ArthurA
Seit Scream 1996 dem Slasher-Genre neuen Atem einhauchte, kam die Welle nie richtig zum Stoppen, wenn auch nach einigen Jahren große Erfolge ausblieben. Das lag vor allem daran, dass die Filme nichts Neues geboten und das klassische Konzept eines Slashers einfach nur lustlos ausgeschlachtet haben. Die meisten dieser Filme kamen, wie erwartet, aus den Vereinigten Staaten, und schon lange hörte man auf, etwas Gutes aus dieser Richtung zu erwarten. Das Interesse des Publikums wechselte erst zu Gruselgeistern (Ring, The Grudge – Der Fluch, Paranormal Activity), dann zum Folterhorror (Saw, Hostel).

Mit Cold Prey – Eiskalter Tod von 2006 kam die große Überraschung ausgerechnet aus Norwegen auf den Markt. Der Streifen ist ein knallharter, reinblütiger Slasher, der sich nicht hinter seinen amerikanischen Vorbildern zu verstecken braucht. Die Handlung liest sich wieder ziemlich konventionell und das ist sie auch. Was hier aber an Originalität fehlt, wird durch sehr solide handwerkliche Inszenierung wettgemacht. Roar Uthaug hat seine Hausaufgaben gemacht und für Cold Prey die reine Essenz eines soliden Slashers herausgefiltert. Während viele neuere Vertreter dieser Horrorgattung vor allem auf möglichst brutale Mordszenen setzen, kehrt Uthaug hier zu den Ursprüngen zurück und punktet mit stets ansteigender Spannung. Dabei lässt er sich genug Zeit, um die Figuren und das Setting einzuführen. Es vergeht fast der halbe Film bis zum ersten Mord, was der Charakterentwicklung gut tut. Dies ist nämlich eine weitere Stärke des Films, denn mit Ingrid Bolsø Berdals „Jannicke" hat der Film eine der besten „Scream Queens" der letzten Jahre zu bieten und vielleicht auch den stärksten weiblichen Charakter in einem Horrorfilm der letzten zehn Jahre neben „Sarah" in The Descent.
ArthurA - Original-Review

29.07.2013, 16:13



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