Wer hat diese unglaublich schlechten Darsteller engagiert? Es waren bestimmt alles Freunde von Freunden, die umsonst mitgespielt haben. Anders lassen sich manche Szenen nicht erklären. Kein normaler Regisseur würde derartig unglaubwürdig gesprochene Dialoge durchlassen. Von Körpersprache reden wir hier besser nicht... Erstaunlich ist, dass gerade die beiden Hauptdarsteller Mathis Landwehr und Volkram Zschiesche als die talentiertesten Nachwuchsschauspieler glänzen können. Ihnen, als symphatische Kampfmaschinen, hätte man doch eine gewisse Dumpfbackigkeit verziehen. Aus ein paar Ruinen und verlassenen Bahn- und Hinterhöfen wurde dank digitaler Nachbearbeitung flugs ein Endzeitszenario gezaubert, in dem die schlecht verkleideten Akteure so tun, als hätten sie mächtig Ärger. Dabei nimmt sich der Film sehr ernst und verschenkt dabei die letzte Chance, als witzige Trashperle Kultwert zu erlangen.
Die Geschichte, die zu 90% aus dem Off erzählt wird, ist ganz nett. Eben eine typische "Meister tot - Schüler rächt"-Story, wie sie in vielen asiatischen Produktionen verwendet wird. Leider ist der Erzähler nicht allzu begabt (Hr. Landwehr himself?), so dass das endlose Gelaber auf die Dauer nervt.
Durch die Nachbearbeitung am Computer wurde dem ganzen ein leicht monochromer und einheitlicher Look verpasst, der jedoch manchmal, wenn beispielsweise in den Kampfszenen Filter eingesetzt werden, den Verdacht erregt, dass er zum Kaschieren von Unzulänglichkeiten eingesetzt wird. Sonst gibt es ein paar nette digitale Effekte zu bestaunen und auch coole Kampfszenen, die für mich als Laien spektakulär wirkten. Nicht gut genug ... für mich die Gurke des Festivals. |