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Hostel (2005)

Finsteres Highlight

"Hostel" war ganz klar das Highlight der Fantasy-Filmfest-Nights. Allerdings ist das Ergebnis auch entsprechend finster und düster geraten, so daß man bei einigen Bekannten sicher nur mit Vorsicht eine Empfehlung aussprechen kann. Ähnlich wie bei "Saw" gibt es hier auch viel extreme Gewalt in dreckig-klaustrophobischer Athmosphäre, allerdings fehlt hier die cineastische Distanz, "Hostel" wirkt daher ungleich realistischer und somit auch unerträglicher. Im letzten Drittel kehrt dann wieder etwas der Humor zurück, allerdings nur krümelweise und in tiefschwarze Farbe getaucht, aber das braucht man irgendwie auch, um mal aufatmen zu können. Wie stark einen der Film manipuliert, merkte ich, als für einen Protagonisten endlich die Gelegenheit zur Rache kam und ein tosender Applaus durch den Saal fegte: der kompromisslose Einsatz einer Kettensäge und einer Nagelpistole hatte ein gerade kollektives Aufatmen zur Folge. Spannend war "Hostel" von vorne bis hinten, tatsächlich hatte ich den Eindruck, der Film würde gerade mal eine dreiviertel Stunden laufen, als schon der Abspann über die Leinwand flimmerte. Anschließend war ich schon dankbar, daß ich Gesellschaft hatte, mit der ich den Film ausführlich besprechen konnte. Alleine hätte ich mir "Hostel" nicht angeguckt, dazu ist die Thematik einfach zu abgründig.
diceman
sah diesen Film im Union 1, Bochum
OOOOOOOo..
28.04.2006, 21:21
 

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