Citadel

Review

von Francis
Citadel zeigt die Missstände in unseren Vorstädten ... Verwahrlosung, Verrohung, Gewalt und Angst, Tristesse.
Der tristen Wohnblocksiedlung will das junge Paar Tommy und Joanne endlich den Rücken kehren und als junge Eltern in ein zwar noch immer nicht wirklich schönes, aber durchaus besseres Reihenhäuschen am Rande des Bezirks ziehen. Aber wie das Schicksal so spielt. Die schwangere Joanne wird vor Tommys Augen brutal von Kids zusammengeschlagen. Das Baby ist gesund, doch Joanne liegt im Koma und Tommy (als alleinerziehender Vater) leidet seither unter Angstzuständen und Panikattacken, wenn er das Haus verlassen muss. Einzige Bezugsperson ist die Krankenschwester Marie, die ihn immer wieder ermutigt.
In dieser Vorstadt möchte man nicht stranden, geschweige denn leben: grau und bleischwer liegt der Himmel und die Sorgen über den Häusern. Man fühlt förmlich die Trostlosigkeit. Kein Ort, um Kinder großzuziehen. Tommy will daher der Siedlung für immer den Rücken kehren - doch eigentlich, weil er Angst hat, dass die Kids es auf seine kleine Tochter abgesehen haben ...
Ab dieser Stelle geht der Film einen Genre-Mix ein, der definitiv nicht jedem gefällt. Erinnert der erste Teil ein wenig an Harry Brown, schwenkt der zweite Part eindeutig Richtung Heartless, der mich vor drei Jahren auch eher ratlos hat im Kino sitzen lassen. Doch während Heartless mit besagten Wendungen, die Spannung aufrecht erhält, wählt Citadel den geraden Weg und steuert auf ein kurzes, aber stringentes Ende hin.
Kein Highlight, aber allemal sehenswert ... dass was man so im Allgemeinen als Arthouse Horror bezeichnen würde.
Francis
sah diesen Film im Cinestar, Berlin - Original-Review

08.04.2013, 23:35



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