The Seasoning House

Review

von Francis
Mitte der 90er Jahre. Krieg in der Balkanregion ... was dieser aus Männern! macht, zeigt The Seasoning House.
Mädchen und junge Frauen werden in illegale Bordelle verschleppt. Der Film setzt genau dort ein und thematisiert die Misshandlungen.

Was in Eden als zu schön gefärbt rüberkam, zeigt sich hier wie ein Schlag ins Gesicht. Die Mädchen vegetieren (ohne Toilette, ohne Waschmöglichkeit, ohne richtiges Essen), teils festgekettet, in ihren Betten vor sich hin. Das allein ist schon widerlich und dass jemand dafür noch Geld bezahlt, kaum zu glauben. Damit sie sich nicht zu sehr wehren, werden sie vor jedem Freier unter Drogen gesetzt. Und zwar von Angel, einem der Mädchen, das der Bordellbesitzer als persönliche Assistentin hält.
Was mich ratlos und wütend nach dem Film zurückließ, ist die Eindimensionalität der männlichen Charaktere. Kann man dieses Verhalten ausschließlich auf den Krieg zurückführen? Hat niemand versucht, die Zustände zu ändern? Dass die Frauen zur Prostitution gezwungen wurden ist unverzeihlich - aber unter diesen "Arbeits-" und Lebensbedingungen?
Der Regisseur meinte nach dem Film, dass seine Recherchen noch viel schlimmere Zustände offenbarten. Er hätte gar nicht alles so darstellen können und manche Frauen hätten 20-30 Freier am Tag gehabt ... ich würge ... ;-(
Francis
sah diesen Film im Cinestar, Berlin - Original-Review

08.04.2013, 23:38



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