Nachdem der sympathische Regisseur, Christopher Smith, zunächst etwas verunsichert bemerkte, dass uns sein erstes Werk "Creep" wohl nicht so gefallen hätte, wollte er es diesmal besser machen. Harter Splatter mit Humor - das war die Devise. Wenn man heute durchs Fernsehen zappt, trifft man vom realen Horror irgendwelcher Kriegsschauplätze über humorvolle Sitcoms bis Pornographie auf alles Mögliche - praktisch gleichzeitig. Und genau dieser Abwechslungsreichtum sollte bei Severance auch rüberkommen, meinte er.
Der Humor pendelt zwischen grenzwertigem Klamauk Marke "Undead" und intelligentem britischen Humor wie in "Evil Aliens" zumeist recht erfolgreich hin und her. Änhlich zufriedenstellend ist auch der Horroranteil. Obgleich nicht ganz so blutig wie erwartet, fühlte ich mich zeitweilig an genreverwandtes Material erinnert, wie "Wrong Turn", "Hostel" oder gar "Wolf Creek". Und hier liegt auch die Stärke des Films. Ständige Deja-Vus zu liefern, ohne billig zu kopieren und vor allem selbst versierte Horrofilmkenner immer wieder mit überraschenden Wendungen zu verblüffen. Häufig meint man, zu wissen, was als nächstes passieren wird und sitzt dann doch kopfschüttelnd da. Insgesamt ein sehr unterhaltsamer, würdiger Eröffnungsfilm, aber leider kein Meisterwerk. By the way - ich habe den "Creep" seinerzeit gemocht… |