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Severance (2006)

Ungern in Ungarn

Die Gags zünden, der Horror schockt - was will das Fanherz mehr? Nun, z.B. als Zuschauer ernst genommen werden.

Die größte Stärke von SEVERANCE liegt nämlich weniger im Splatter- oder Humorbereich, auch wenn er hier gut bedient, dafür ist in beiden Feldern einfach schon zuviel vergleichbares dagewesen - von BRAINDEAD bis SHAUN OF THE DEAD. Was SEVERANCE auszeichnet, ist, dass er - im Gegensatz zu leider den meisten auf dem FFF gezeigten Streifen - nicht davon ausgeht, dass sein Publikum zum ersten Mal einen Horrorfilm sieht.

SEVERANCE sollte allen Machern von konventionellen Genrelangweilern wie z.B. THE MARSH als Nachhilfeunterricht dienen, wie man auf intelligente Weise sein Pulikum unterhält und selbst abgeklärte Vielseher noch mit unerwartetem Hakenschlagen verblüffen kann.

Wenn z.B. das lästige Klischee der Background-Story der "geheimnisvollen Lodge" gleich anhand dreier - stilistisch liebevoll nachgestellter - möglicher Rückblenden abgehandelt wird, freut sich der Fan, dass hier offensichtlich jemand das Genre nicht nur liebt und versteht, sondern auch in der Lage ist, es ironisch auszubauen, ohne es dabei lächerlich zu machen.

Fazit: Sehr unterhaltsame, sehr britische Schock-Komödie mit leichtem Splatteranteil für ein intelligentes Genrepublikum.
Herr_Kees
sah diesen Film im Metropol 1, Stuttgart
OOOOOOOOO.
21.07.2006, 12:56
 

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