crazy

Tusk

I am the Walruss.

von Alexander
Der Cineasten vor allem für sein Frühwerk „Clerks“ bekannte Regisseur Kevin Smith liefert mit „Tusk“ einen Film ab, der auf mich wirkte, als hätten sich die Coen-Brüder an einer Neuverfilmung von „The Human Centipede“ versucht. Die stärksten Momente hat „Tusk“ in seinen zahlreichen, grotesk überzeichneten Dialogen und Monologen mit wunderbar verrückten Figuren, die mich mehrmals laut zum Lachen gebracht haben und an manchen Stellen fast wirken wie Szenen aus „South Park“. Eine Comedy ist der Film allerdings ganz bestimmt nicht, dafür ist die Story wiederum zu krank und unlustig. Der „Horror“ wird hier allerdings extrem skurril und schräg in Szene gesetzt und der Film schafft den Drahtseilakt zwischen B-Horror und Groteske auf eine wunderbar erfrischende Art und Weise. Gerade sein subtiler, eigenartiger Humor hebt den Film über den Durchschnitt, dürfte beim Mainstreampublikum aber vielleicht für Kopfschütteln gepaart mit Unverständnis sorgen und wohl auch Grund dafür gewesen sein, dass der Film in den USA mehr oder weniger floppte. Das einzige, was ich dem Film ein wenig übel nehmen wollte war, dass der sich geradezu zwanghaft in den Geist drängende Beatles-Song „I am the walrus“ nicht für den Soundtrack genutzt wurde. Aber sowas wäre dann vielleicht auch nicht subtil genug für „Tusk“ gewesen. Kein Meisterwerk, aber eine kleine Perle im ansonsten eher trüben Morast der heutigen Filmlandschaft. Empfehlenswert für gelangweilte Menschen, die schon „alles“ kennen und einfach mal was ganz anderes sehen wollen.
Alexander

22.02.2015, 07:55



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