Stung

’Cause they are everywhere.

von Alexander
„Insects, see them crawling
Insects, in their thousands
Insects, see them
Looking for you
Insects, insects
Now you’re involved
Watch the insects
’Cause they are everywhere
They’re insects
See them looking!“

„Insects“, Altered Images, 1982.


Freunde von Insektenhorror dürften an Stung mal wieder ihren Spaß haben. Wie schon zuvor im Crowdpleaser „Big Ass Spider“, aber auch im 2009 gezeigten und meiner Meinung nach etwas cooleren „Infestation“, lässt man hier richtig eklige Insekten auf einen Haufen vollkommen unvorbereiteter Opfer los und tobt sich dabei augenzwinkernd mit durch die Luft segelnden und herumsummenden Viechern aus, die dem Insektenphobiker wohlige Schauer über den Rücken jagen, ohne dass sich der Film dabei aber jemals wirklich ernst nimmt.

Und genau das ist auch das kleine „Problem“ von Stung: Für mich war der Film viel zu lustig, um wirklich gruselig zu sein, dabei gleichzeitig aber auch zu ekelhaft, um nachhaltig zu amüsieren. Diesen nicht sehr leichten Spagat, an dem sich schon zahlreiche Horror-Comedies verbogen haben, dürften Infestation und vor allem Big Ass Spider vielleicht etwas besser hinbekommen haben. Trotzdem ist Stung wirklich gute Unterhaltung und überzeugt insbesondere in der ersten Filmhälfte durch schönen Dialogwitz und eine sich langsam aufbauende Spannung drohenden Unheils, und die wirklich hervorragend gut gemachten Riesen-Insekten, die in ihrer Umsetzung zu überzeugen wissen, sind vom Feinsten.

Spaß machte mir vor allem auch Clifton Collins Jr. als etwas nerdiger Antiheld. Und auch der von mir hochverehrte, und in Würde stark gealterte, Lance Henrikson trägt einmal mehr mit seiner großartigen Rolle einen maßgebenden Anteil zum Film bei und es beschleicht einen dabei in leichter Wehmut an längst vergangene „Millennium“–Tage das ungute Gefühl, dass man Lance vielleicht bald nicht mehr auf der Leinwand sehen können wird.

Manko des Films ist, dass der Story nach einer Weile sowohl Gags als auch Ideen auszugehen scheinen und der Film einen nicht wirklich bis zum Ende neugierig zu halten vermag. Zumindest ging mir das so. Denn etwa zur Mitte des Films kippt die Story aus ihren ursprünglich reichlich komödiantischen Ansätzen plötzlich in eine eher garstige Geschichte um und nimmt dem Film dabei auch etwas von seinem anfänglichen Charme.

Fazit: Wer einfach nur einen Popcorn-Horror für die kleine Erfrischung zwischendurch sucht oder einen Partyfilm, um mit viel Bier und guten Freunden auf dem FFF Spaß zu haben, ist hier sicherlich richtig und wird sich gut unterhalten fühlen. Wer, so wie wir, tatsächlich im Sommer plötzlich ein Wespennest, gefüllt mit riesigen schwarzen, wilden Wespen im Haus entdeckt, vielleicht eher nicht.
Alexander

08.07.2015, 19:31



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