Maggie

Langsam aber nicht langatmig

von Zombie
Klar, Arni steht im Mittelpunkt - so jedoch nicht in meiner Review. Er hat ohne Frage gezeigt, dass er auch mehr kann als Terminator zu sein und die Fäuste fliegen zu lassen, aber viel entscheidender finde ich, wie unbeschreiblich gut Abigail Breslin seine Tochter Maggie gespielt hat.

Es geht in diesem Zombiefilm, den ich eigentlich gar nicht als selbigen bezeichnen möchte, vorrangig darum, wie eine Patch-Work-Familie den nahenden Verlust in den eigenen Reihen verarbeitet und verkraftet. Wichtig ist hierbei nicht die Außenwelt, auch nicht die Tatsache, dass es eine Epidemie ist, die die ganze Welt betrifft. Es geht um die Tragödie, dass ein Vater seiner Tochter beim Voranschreiten des Virus zur Seite steht und wie die Tochter selbst mit ihrem Verfall umgeht.

Maggie lässt uns an ihren Gefühlen teilhaben, der Ungerechtigkeit, dass sie krank ist, dem Grauen, wie die Umwelt mit den "Kranken" umgeht und der Liebe, die sie für ihren Vater empfindet, der leidet wie ein Hund.

Großartige Kunst ist es, wie dieses eigentlich alltägliche Drama (wenn man vom Virus "Zombie" einmal absieht) umgesetzt worden ist und uns auf die Leinwand projiziert worden ist.

Zwei Sterne Punktabzug gibt es, weil ich gerne deutlich mehr Gefühle und Mimik bei Maggies Vater gesehen hätte. Ich habe den Verdacht, dass Herr Schwarzenegger Angst davor hatte auf der Leinwand trotz Vollbart zu viel Falten zu zeigen und etwas zu viel Botox auf- bzw. untergelegt hat. Das geht dann auch schon mal zu Lasten der Gesichtszüge.
Zombie
sah diesen Film im Cinestar, Berlin

09.08.2015, 02:43



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