Ava’s Possessions

Don’t use the "D"-word!

von Lovecraft
Die junge Ava bemüht sich, nach einem Monat der Besessenheit wieder in ihr Leben zurückzufinden. Konfrontiert mit drohenden zivil- und strafrechtlichen Konsequenzen, nervös beäugt von Freunden und Verwandten, sucht sie nach den Hintergründen ihres vormaligen Dämonenbefalls.

Damit hatte ich, gerade auch nach der Beschreibung im Programmheft, nicht gerechnet: "Ava’s Possessions" ist ein weitgehend ernsthafter Mysterythriller, der von der Stimmung her fast in Richtung Film noir weist. Der Film startet unmittelbar nach dem erfolgreichen Exorzismus. Natürlich ist der absurde Einfall einer Besessenheits-Selbsthilfegruppe ("Spirit Possession Anonymous") urkomisch, wie auch diverse dort spielende Szenen, dabei ist die Idee in der inneren Logik des Filmes nur folgerichtig, wenn dämonische Besessenheit real und auch in der Öffentlichkeit weithin bekannt ist. Auch auf der Metaebene kann man natürlich auch Parallelen zu anderen Suchterkrankungen ziehen, gerade wenn die ebenfalls geheilte Jillian "ihren" Dämon verzweifelt zurücksehnt.

Zwar hat der Streifen eher einen preiswerten Look, aber die Story hat uns durchweg bei der Stange gehalten. Langeweile kam im letzten Block zu keiner Sekunde auf, und die Grundidee ist endlich mal wirklich originell.
Lovecraft
sah diesen Film im Cinestar, Berlin

11.08.2015, 10:33



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