Subconscious Cruelty

Jodorowsky’s Kinder?

von Alan Smithee
Laut dem Regisseur sollte hier der Zuschauer mit extremen Bildern attackiert werden um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen (welchen auch immer), um eben *nicht* in die Versenkung allgemeiner Belanglosigkeit zu verschwinden wie die meisten Filme die einem so geboten werden. Wenn man ehrlich ist stimmt das ja auch: Nur die wenigsten Kinobesuche sind tatsächlich auch ein Erlebnis.
Mitch Davis (Produzent) führt an das genau dieser Zustand das Kino zu einem überteuerten Einkaufszentrum verkommen lässt. Und das findet er nicht gut: "this kills me".

Das alte Spiel also: Tabubruch (Mord&Inzest&Blasphemie) Themen heranwachsender (Sex&Tod) = Provokation. Ist das bei SUBCONCIOUS CRUELTY gelungen ? Zumindest die ca.20 Leute die während der Vorstellung das Kino verliessen werden das wohl bejahen. Naja, und wer sitzen blieb sah u.a. recht derben gore, Querverweise auf HOLY MOUNTAIN & SWEET MOVIE, netten Einsatz von Blau/Rot, eine eher belustigende Darstellung von Sex mit "Mother Earth" und auffallend schlechte cuts. Erwähnenswert ist auch der ungewöhnlich professionelle score - es handelt sich hier ja immer noch um eine no-budget Produktion. Alles in allem ein bemühter Film mit Underground Symphatiebonus. Auch wenn man ihm an seiner zerrissenheit anmerkt dass er 6 1/2 Jahre gebraucht hat um fertiggestellt zu werden bleibt es eine recht kurzweilige Quälerei.
Alan Smithee 
30.07.2001, 11:35



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