Hatchet

Funny, gory & stupid

von EvilEd84
In aller Kürze: WTF!!!

Aber OK, von vorne: der Film, der sich anmaßt, eine Rückkehr zum Brachialo- und Draufhaltslasherkino der 80er zu sein, kann dieses Versprechen bedingt einhalten. Mit einem sehr schönen Cameo von Robert Englund und dem ersten völlig übertriebenen Kill lässt der Film in der Tat auf eine altmodische 80s Rückbesinnung hoffen, kippt dann aber leider nach der irgendwie unharmonischen und etwas zu langen (nur wenige Minuten, keine Angst, der Film geht ohnehin nur knapp 80min) Einführung der Mardi Gras-Party doch wieder nur in Richtung modernem Backwoodslasher - jedoch, und das muss man ihm schon zu Gute halten, entsteht zurückblickend der herbe Trashfaktor des 80s Slasher-Kinos doch irgendwie - zumindest ein bisschen.
Großes Kino ist Victor Crowley, der Redneck-Killer, der irgendwie eine Mischung aus Jason und Toxi kombiniert mit einem Wrong Turn-like Design ist. Jedoch muss ich sagen, dass "großes Kino" eigentlich nur auf den Trashfaktor (Auftreten und Design) bezogen ist, weniger auf einen potentiellen Kultfaktor, den wird er nämlich wohl nie erlangen, dafür war er einfach zu flach und konventionell (Buckel + Latzhose + deformiert = DER Klischee-Backwood-Killer).

OK, Schlußstrich: ca. 6/10 Punkte so far....


Aaaaaaaaber: jetzt kommen die Effekte ins Spiel und da kann ich nur herzhaft auflachen, denn was hier geboten wird ist dem Bodycount entsprechend (der nicht so hoch, also nicht Braindead-like, sondern eher im kleiner-als-10-Rahmen sich abspielt), das übertriebenste Splatterfest der letzten Jahre. Was The Descent und High Tension für das ernsthafte Slasher/Horrorgenre waren ist Hatchet für das leichtbesonnene, nicht ernstzunehmende Slashergenre mit Funsequenzen. Wird in anderen Filmen ein Axteinschlag, wenn überhaupt gezeigt, oft nur angedeutet, wird hier in bester Fulci-Exploitation-Manier draufgehalten mit der Kamera, bis der x-te Schlag mit vollster brachialer Gewalt den Körper in zwei Hälften teilt. Aber nicht genug. Mr. Crowley bevorzugt es, die deformierten Überreste mit Vorliebe gegen Bäume zu schmettern, um ihnen auch die letzten Ähnlichkeiten mit einem menschlichen Körper zu nehmen. Spätestens an dieser Stelle muss ich mich entschudligen für diese eher platte Kritik und das Austreten der Gewaltszenen, aber das ist nunmal das, wovon der Film lebt - und das sehr gut, muss man sagen. Aber hier soll nicht mehr aufgezählt werden, um die "Spannung" nicht vorwegzunehmen, aber eins kann ich verraten: die Abartigkeit des Anfangskills, der schon sehr abgedreht-überdreht daher kommt, wird gekonnt über alle Kills hinweg in Qualität und Innovation locker gehalten...two thumbs up und daher:

8/10 Punkte
EvilEd84
sah diesen Film im Metropol 1, Stuttgart

25.07.2006, 14:13



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