crazy

Kung Fu Killer

Kung Fu ist da um zu töten

von meiklsan
Man könnte den im Betreff erwähnten Leitgedanken unseres Antagonisten tatsächlich als bare Münze nehmen und ihn damit wahrlich als „Kung Fu Serienkiller“ abstempeln!? Aber das wäre dann doch etwas zu einfach.

Man könnte den Film in seiner auf Tradition bedachten Ausrichtung aber auch als Kritik am gewöhnlichen HK-Martial-Arts-Kino verstehen? Auch wenn im Abspann explizit darauf hingewiesen wird, dass das klassische HK-Kung-Fu-Film-Making unbedingt erhalten werden muss, bleibt doch sehr viel Raum für alternative Deutungen.

Mein Review ist deshalb kein Lobgesang AUF oder ein Verriss DES Genres, sondern eine nüchterne ehrliche Betrachtung dieses Films.

Die Story ist leicht durchschaubar und as simple as it could be. Wir haben einen Serienkiller, der im Stile eines Kung-Fu-Fighters seine Gegner sucht und diese nach einem ganz besonderen, altruistischen Muster umbringen will. Angetrieben durch familiären Verlust und Geltungssucht, sucht er getreu fiktiver Kung-Fu-Regeln den finalen Endgegner!

Der Film-Look erinnert und orientiert sich dabei bewusst jederzeit an vielen vergangenen HK-Movies und wirkt dabei auch leider entsprechend altbacken.

Unser Protagonist, der Ip Man, der Donnie, der Yen, seines Zeichen wegen zufälligen Kung-Fu-Mordes inhaftiert, verschafft sich ziemlich banal Freiheit und gesellt sich sodann auf die Seite der Guten und unterstützt die Polizei ab sofort auf der Suche nach dem Kung-Fu-Serien-Killer.
Dieser tötet bisweilen schon die Koryphäen des Kung-Fu-Sports nach vorgegebenen altertümlichen Kung-Fu-Mustern von außen nach innen. Handschlag, Fußschlag, Tigerkralle, Schwert, etc.

Und jetzt ratet mal, wer wohl der Endgegner des Kung-Fu-Killers sein könnte?
Nach einigen familiären Querschlägen und hilflosen Polizeieinsätzen stehen sich unser Good-Ip-Man und der Bad-Kung-Fu-Killer am Ende doch endlich gegenüber und fighten den Fight ihres Lebens aus. Der übrigens als Streetfight in den letzten 10 Min. mit Bambusrohren wirklich absolut sehenswert ist!

Aber warum?
Es bleiben der schale Geschmack der sinnlosen Gewalt und die Kritik am Kung-Fu-Fighting bei uns zurück.
Warum gibt es noch immer Kung-Fu-Schulen und welchen Sinn sollen sie heutzutage außer Disziplin noch erfüllen? Warum werden in den Kung-Fu-Schulen heute noch immer Tötungs-Praktiken gelehrt?
Mit diesen Fragen lässt uns dieser Kung-Fu-Killer-Thriller etwas hilflos zurück und gibt uns zumindest einen kleinen Denkanstoß, der da lauten könnte, dass die Zeiten und der Zweck von traditionellem Kung-Fu-Fighting vorbei sind und nur noch historischen Charakter haben.
Nichtsdestotrotz wollen wir als Asia-Filmfans diese ruralen Martial-Arts-Künste und -Filme weiterhin gerne sehen, aber idealerweise ohne diese billigen Drahtseil-Akte!!!
Also gebt euch Mühe und lasst Bruce Lee gerne mal wieder standesgemäß auferstehen!

7 Tigerkrallen für den Kung-Fu-Killer und die wunderbaren Kung-Fu-Moves!
meiklsan

30.08.2015, 22:14



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