Howl

Nicht gerade "Dog Soldiers", aber unterhaltsam

von ArthurA
Man würde im heutigen Horrorklima vermuten, dass ein Film wie "Howl" sich vor Filmreferenzen strotzend als eine augenzwinkernde Party-Splattergranate entpuppen würde, doch Regisseur Paul Hyett, der bei den Fantasy Filmfest Nights mit seinem Debütfilm "Seasoning House" auf sich erstmals aufmerksam gemacht hat, wählte einen überraschend ernsten Ansatz. Okay, so ganz todernst ist der Film auch nicht, es gibt den einen oder anderen (manchmal leider erzwungen wirkenden) Lacher und auch Referenzen zu Horrorklassikern wie "Nightmare on Elm Street" oder John Carpenters "The Fog" sind hier zu finden. Doch im Großen und Ganzen ist "Howl" definitiv mehr Horror als Komödie und spielt mit einer Variation des Home-Invasion-Szenarios. Die Maskeneffekte der Werwölfe können sich sehen lassen und auch, wenn der Film die Werwolf-Mythologie nicht neu erfindet, bastelt er sich seine eigenen Regeln für die haarigen Widersacher zusammen. Weder Vollmond noch Silberkugeln spielen eine Rolle, doch der Biss bleibt weiterhin die Tür zur Verwandlung.

Über weite Strecken ist der Film sehr atmosphärisch, auch wenn dem angeblich in einem Wald spielenden Film die computeranimierten Außenkulissen gelegentlich arg anzumerken sind. Bei den Splattereffekten hält sich "Howl" auch überraschend zurück, was aber möglicherweise auch am Budget des Films gelegen haben mag. Wie auch bei "Stung" gibt es zwischendrin einen längeren Durchhänger, wenn der Film versucht, seine eher uninteressanten Charaktere auszubauen, doch zum Glück kriegt er im letzten Drittel noch die Kurve und zieht die Werwolf-Action wieder an.
ArthurA
sah diesen Film im Residenz, Köln - Original-Review

03.09.2015, 15:25



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