Yakuza Apocalypse: The Great War of the Underworld

Review

von MarxBrother81
Miike ist zurück! In seinem Terrain! Überzeichnete Figuren, übertreibende Momente, schräger Humor, wahnsinnige Ideen und groteske Bilder.

Eine Filmkunst, die zwischen Trash und Mainstream liegt, dabei aber immer ein eigenes Bild von Regie, Kamera und Rhythmus entwirft.

Hier zeigt der Nippon-Meister wie weit er sich einer Frischzellenkur nach über 90 Filmen unterwerfen kann und schafft es mal wieder sich selbst zu übertreffen. „Yakuza“ bleibt auch hier sein Lieblingswort, welches er aber mit Fantasyelementen anreichert und in ungewohnte Ausgangslage bringt. Kein Gangsterfilm, sondern eine Groteske mit vielen Genrebrüchen bekommen wir zu sehen und können schweigend und kichernd diese Szenerie genießen.

Dabei schielt man vermehrt in Richtung Vampirfilm, aber auch Action- und Komödienelemente werden ausgiebig eingebracht. Kaum hat man sich mit einem Genre abgefunden wechselt man schon zum Nächsten. Ein Fremder mit Minisarg, ein Mann mit einem Schnabel und einem Panzer auf dem Rücken (Fabelwesen) bzw. gefangen gehaltene, strickende Männer sind nur ein paar der skurrilen Figuren, mit denen wir uns zwei Stunden abfinden müssen. Da kann man nur lachen, staunen und abfeiern! Miike sei Dank!

Leider gibt es einen Wermutstropfen: Es gibt keine wirkliche Hauptfigur, sondern ein großes Ensemble, die dem närrischen Treiben Zucker gibt und keine Minute Langeweile aufkommen lässt! Beklopptes Unterhaltungskino pur!
MarxBrother81

22.09.2016, 02:23



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