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Isolation (2005)

Dead Meat - das Prequel

Vielleicht sollte ich in Zukunft ganz und gar nichts von einem Film erwarten, bevor ich ihn zu sehen kriege. Wenn das Ergebnis immer so begeisternd ausfiele wie bei "Isolation" wäre ich der Letzte, der es nicht versuchen würde.

Die Idee, ein zugegebenermaßen ziemlich dreistes Alien-Rip-off auf einem irischen Gut spielen zu lassen und einem genmanipulierten Kälbchen den Part des bedrohlichen Organismus zuzuschieben, klingt so dumm und dreist, dass man die Filmverleiher noch schreien hören kann. Doch das Unglaubliche: es funktioniert! Es funktioniert sogar ganz hervorragend!
Der ganze Film trieft vor Spannung und vermag einen in seiner Unvorhersehbarkeit mehr und mehr zu fesseln.

Wie seinerzeit Carpenters "Thing" baut "Isolation" eine so schleichend bedrohliche Atmosphäre auf, dass man niemals den nächste Schritt erkennen kann und man unweigerlich mit den Akteuren mitfiebert.

Dass der Film dann auch noch seine ganz eigene Optik und Stimmung konsequent durchzuziehen weiß und dabei von hervorragend spielenden Darstellern mitgetragen wird, verleiht diesem Streifen eine beeindruckende Kompromisslosigkeit, die ich in dieser Konsequenz selten im Genre miterleben durfte.

Großartiger, subtiler Horrorfilm, der selbst aus einer simplen Niederkunft einer Kuh einen Nagelbeißer par excellence zaubert und auch noch in jeder Szene so erfrischend humorlos bleibt, wie die Landschaft, in der er spielt. Ein echter, aber sehr dreckiger Hit!
Rohrkrepierer
sah diesen Film im Cinecitta' 3, Nürnberg
 
29.07.2006, 10:15
 

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