von Fans für Fans

Night of the Living Deb

Zom-Rom-Com im Kleinstformat

von meiklsan
Hier ist sie also wieder, unsere alljährliche Zombie-Rom-Com.

Diesmal allerdings in ihrer kleinsten und günstigsten Darstellungsform und nur ansatzweise vergleichbar mit ihren Vorgängern wie "Life after Beth", "Warm Bodies" oder dem outstanding "Shaun of the Dead".

Das Team (Regie, Kamera, Cast) aus dem damals durchweg bemerkenswerten „Infestation“ hat sich nach 6 Jahren wieder zusammengefunden und versucht sich nach dem Creature-Genre nun auch am Zombie-Party-Popcorn-Genre. Aber leider reicht die minimalistische Story nicht weiter als vom Kinoeingang bis zur Leinwand bzw. zum Notausgang. Das Cast ist leider ebenfalls begrenzt auf die titelgebende DEB, ihren One-Night-Stand Sunnyboy-Lover Ryan, dessen Bruder, seine Verlobte und seinen Vater.
Das Popcorn wird wohl traurig in den Kinosesseln zurückbleiben, die Partylaune findet kaum einen Funken zur Entzündung und deine bessere Hälfte, die du mit ins Kino geschleppt hast, wird dir am Ende charmant ins Ohr flüstern: Naja, war doch gar nicht so schlecht, aber wo gehen wir jetzt hin zum Feiern!?

Die unzähligen Blablabla-Dialoge wirken auf Dauer wirklich ermüdend und nerven extrem. Hin und wieder entspringt daraus aber wenigstens auch ein kleiner Gag, immerhin. Die Zombies machen für einen Indie-Film durchweg einen „Good Job“ und werden gelegentlich sogar schön "splatterig" beiseite geräumt.
Unser „Festival-Liebling“ Ray Wise darf in seiner unnachahmlich stocksteifen Art auch hier wieder brillieren und ist sich für keine noch so diskriminierende Einlage zu schade. Der maßgeschneiderte Anzug sitzt perfekt, selbst unter einer Blümchen-Küchenschürze!
Besonderer Lichtblick in dieser Zom-Com ist allerdings die erfrischend aufspielende DEB (Maria Thayer). Sie spielt und lebt das verliebte unschuldige rothaarige Energiebündel mit vollstem Einsatz. Wenigstens ihr Lachen, ihre Ausstrahlung und ihr Acting dürften so ziemlich jeden Zuschauer mit auf die Reise durch diesen kleinen Film nehmen!?

Licht und Schatten liegen bei dieser Produktion also leider dicht beisammen.

Wer also wirklich mit sehr reduzierten Vorstellungen, einem oder zwei zwinkernden Augen, einem gewissen Slapstick-Verständnis und einer extrem ironischen Grundhaltung in diesen Film geht, der dürfte wahrscheinlich nicht enttäuscht werden!
Alle anderen, eher ernsthaften Zom-Rom-Com-Popcorn- und Partysuchenden Filmfreunde sollten diesen Film wohl lieber meiden.
Ich fühlte mich gelegentlich an einen "Schlefaz" auf Tele5 erinnert. Wer sowas mag, also bitte unbedingt mitnehmen!

3 fette Sterne für das strahlende aufstrebende Film-Sternchen DEB.
1 Mitleids-Stern für den alternden stocksteifen „ich bin mir für nichts zu schade“ Ray Wise.
meiklsan

07.08.2016, 16:49



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