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Isolation (2005)

Ist es ein Egel? Ein Flugviech? Nein - es ist Super-Alien!

Hmm... zwiespältig. Eigentlich ist das hier ein Film, den man nicht unbedingt mögen mag. Dazu ist er in seiner gesamten Machart zu billig, verfügt - mit einer Ausnahme - nur über mittelmäßig talentierte Schauspieler, bietet ermüdend wenige, triste Locations und ist in den entscheidenden Momenten viel zu unübersichtlich und hektisch geschnitten, was ich wirklich ärgerlich fand.

Andererseits gelingt es "Isolation" ohne Frage, Atmosphäre aufzubauen. Wenn auch die Ausgangsidee alles andere als glaubwürdig erscheint und das Verhalten der Figuren ein ums andere Mal ebenso "unlogisch" brüllt, werden wir nach und nach immer tiefer hineingezogen in eine Situation, die vor Spannung birst und kaum ein Entkommen möglich scheinen läßt.

Auf einem entlegenen Bauernhof am A*** von Irland läßt ein nicht genauer bezeichnetes Unternehmen Experimente in Sachen Genmanipulation an Kuh-Föten vornehmen. Was genau das Ziel dieser Experimente ist, wird zwar ebensowenig klar wie der Hintergrund des Ganzen, aber sei's drum: es ist nun mal so weit, die Masterkuh kalbt, und daß da wortwörtlich nichts Gutes bei rauskommen kann, ist uns sowieso klar.

Wie von anderen Reviewern schon mehrfach erwähnt, erleben wir in der Folge einen erstaunlich akkuraten "Alien"-Klon, sogar an eine neue Ripley wurde gedacht. Und auch, wenn Manchen Torf, Matsch und Kuhmist nicht annähernd so attraktiv wie ein steriles Space-Setting erscheinen mögen, wird hier bei der Jagd nach dem mutierten Fötus bzw. bei der Flucht vor ebendiesem ein Beklemmungslevel erreicht, das dem Original nahezu ebenbürtig ist.

Man sieht halt nicht eben viel, und unter anderem dies führt für mich zu einer Abwertung. Auch die technische Umsetzung verdirbt einiges, man ist dann halt doch näher am Amateurfilm als an Hollywood - was hier nicht unbedingt positiv wirkt. Aber insgesamt kann "Isolation" fesseln, und wären da nicht die regelmäßigen Logikaussetzer im Tun und Lassen der Figuren, würde ich auch mehr als 6,5 Punkte vergeben. Aber auch so handelt es sich hier bislang um einen der besseren Filme des Festivals, den jeder mit einer Schwäche für Bedrohungssituationen auf engem Raum durchaus ansehen sollte - wenn ihn ein niedrigeres Budget nicht von vorneherein abtörnt.
Dominic Saxl
sah diesen Film im Metropolis 6, Frankfurt
OOOOOOo...
30.07.2006, 05:51
 

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