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Hole (2005)

Im Keller

HOLE ist ein Film der Extreme: extrem konzentriert in Handlung (Schicksal eines Entführungsopfers), Besetzung (drei Personen) und Location (ein Brunnenschacht), extrem konsequent in der Umsetzung (z.B. beim Einsatz von Farbe, auch bleibt die Kamera fast die ganze Zeit beim gefangenen Miguel im Brunnen), extrem in den Leistungen (große Anerkennung für Make-up und Hauptdarsteller, die die lange Gefangenschaft sehr glaubwürdig demonstrieren; auch einige Regieeinfälle machen die lange einsame Zeit im Kerker richtiggehend spürbar - die ekligste Szene des Festivals zeigt Miguel, wie er sich die Fußnägel an einem hervorstehenden Stein des Brunnengemäuers feilt).
In seiner als nihilistisch zu bezeichnenden Konsequenz beschert uns HOLE entsprechend auch ein filmisch extrem unbefriedigendes Ende. So mag HOLE als Planspiel, als Metapher und als Experiment funktionieren und durchaus Wirkung zeigen - als Thriller versagt er leider auf ganzer Linie und auch als Denkanstoß bleibt er zu begrenzt.

Fazit: Teilweise sehr wirkungsvolles filmisches Experiment mit unbefriedigendem Ausgang.
Herr_Kees
sah diesen Film im Metropol 2, Stuttgart
OOOOO.....
30.07.2006, 16:01
 

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