von Fans für Fans

Havenhurst

Mad Max möchte seinen Komparsen zurück

von ArthurA
Der folgende Review enthält SPOILER!
Nach der giftigen Oma in Trash Fire ist Flanagan als kaltblütige Vermieterin wieder einmal ein wahrer Genuss, jedoch eindeutig nicht genug, um diesen Film irgendjemandem zu empfehlen. Hier wird jedes erdenkliche Horrorfilm-Klischee völlig ironiefrei sklavisch abgearbeitet. Züchtige Duschszenen, in denen der nackte Rücken der Hauptdarstellerin präsentiert wird, bis sie dann in ein Badetuch umhüllt einem seltsamen Geräusch nachgeht? Check. Der einzige Charakter mit einer Sexszene wird kurz darauf mit dem Tod bestraft? Check. Die Hauptfigur verarbeitet ein vergangenes Trauma? Check. Ein finster dreinblickender Hausmeister? Check. Ein Albino-Bösewicht, der so aussieht, als wäre er lieber im Cast von Mad Max, und der langsamen Schrittes auf seine rennenden Opfer zugeht und sie dennoch immer einholt? Check, check, check! Sicherlich wird Havenhurst alleine durch die Namen Danielle Harris und Julie Benz viele Genrefans anlocken, doch davon ist wirklich abzuraten. Harris' Auftritt beschränkt sich, trotz prominenter Nennung im Vorspann und im Marketing, auf etwa eine Minute und wer Julie Benz wirklich mag, ist besser damit bedient, sich die ersten Staffeln von "Dexter" noch einmal anzuschauen als diesen uninspirierten, dämlichen Grusler. Einige clevere Ideen beim Design der Räumlichkeiten und ein kleiner netter Twist am Ende entschädigen nicht dafür, dass Havenhurst, genau so wie die meisten seiner Darsteller, auf Autopilot läuft.
ArthurA
sah diesen Film im Residenz, Köln - Original-Review

11.09.2016, 12:46



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