von Fans für Fans

Night of the Living Deb

Maria Thayer ist bezaubernd!

von ArthurA
Nachdem Regisseur Kyle Rankin mit seiner Riesenkäfer-Horrorkomödie Infestation das Fantasy Filmfest vor einigen Jahren gerockt hat, leistet er mit Night of the Living Deb einen Beitrag zu einer Kategorie von Zombiefilmen, die erst 2004 durch Shaun of the Dead popularisiert wurde - der "Rom Zom Com", also einer romantischen Komödie mit Zombies. Noch mehr als bei Shaun of the Dead steht der romantische Aspekt bei Night of the Living Deb im Vordergrund, denn im Prinzip ist es eine klassische Mädchen-trifft-Junge-Geschichte, bei der die beiden Protagonisten im Laufe des Films ihre Differenzen überwinden und zueinander finden. Die Zombie-Apokalypse bildet hier bloß den Hintergrund, vor dem sich der Plot abspielt. Wer also einen Fun-Splatter mit Gag-Stakkato erwartet, wird von dem Film möglicherweise enttäuscht werden. Während die erste halbe Stunde durchaus einige gute Lacher zu bieten hat, wird das Tempo deutlich gedrosselt, wenn wir im Haus von Ryans Vater (Ray Wise) ankommen, auch wenn Wise und Chris Marquette als Ryans schießwütiger Bruder (beide spielten schon in Rankins Infestation mit) ihre Momente haben. Auch blutige Splatter-Einlagen halten sich in Grenzen (was vermutlich auch dem niedrigen Budget geschuldet ist).

Was den Film letztlich rettet und über den Durchschnitt hebt, ist die wunderbare Maria Thayer, deren leicht abgedrehte Performance erfolgreich auf dem schmalen Grat zwischen nervtötend und extrem liebenswert wandelt. Es ist eine Darstellung, die sehr an Emma Stone in Einfach zu haben und Amy Adams in Verwünscht erinnert (okay, vielleicht spielte auch die Haarfarbe eine Rolle). Als charmant-tollpatschige Deb ist sie zum Verlieben und ich hoffe, dass sie in Zukunft noch mehr Hauptrollen ergattern wird. Ohne sie wäre Night of the Living Deb leidlich eine weitere von unzähligen austauschbaren Zombiekomödien, doch Thayer und der Kontrast zwischen ihrer ausgelassenen Deb und dem ernsten Ryan bilden das Herzstück des Films.
ArthurA
sah diesen Film im Residenz, Köln - Original-Review

12.09.2016, 16:17



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