Über "Renaissance" zu schreiben ist wie ihn sich anzusehen. Man verharrt in Ehrfurcht vor der Form und schweigt still aufgrund von inhaltlicher Leere.
Es handelt sich hier um einen sich sehr ruhig entfaltenden Film Noir mit starken Anleihen an "Blade Runner", was die futuristische Atmosphäre anbelangt. Zweifellos ist "Renaissance" ein inhaltlich biederer Film, der aber jede Minute zu fesseln weiß und den geneigten Zuschauer unweigerlich immer tiefer in seine Kriminalgeschichte hineinzuziehen versteht.
Gerade das langsame Tempo tut dem Film dabei sehr gut und hebt ihn angenehm hervor. Man fühlt sich ständig an wunderbar expressive Filme wie "Der Malteser Falke" oder "M" erinnert.
Dazu tut auch die Optik das ihrige. Eine so konsequente, comichafte Digitalisierung echter Darsteller ist mir noch nicht untergekommen. Und hat man sich erst mal an die extremen Kontraste in Schwarz und Weiß gewöhnt, verleiht gerade dies dem Film und seiner ganzen, tristen Atmosphäre die passende Darstellungsform.
Ein sehr guter Film mit durchschnittlicher, aber nichtsdestotrotz spannender Kriminalgeschichte und absolut beeindruckendem, bisher einzigartigem Äußeren. |