von Fans für Fans

Super Dark Times

Review

von Blade
Super Dark Times wurde irgendwo als diesjähriger Donnie Darko beschrieben und obwohl ich die Parallelen durchaus nachvollziehen kann, sollte man die beiden Filme nicht zu nah beieinander stellen. Ist Donnie Darko mit seiner übernatürlichen Zeitreise-Komponente doch weitaus komplexer als das, was uns in Super Dark Times dargeboten wird. Da ich mit Donnie Darko aufgewachsen bin, legt so ein Vergleich die Messlatte natürlich trotzdem sehr hoch an und ich war durchaus skeptisch bevor ich mehr oder weniger blind eine Karte gelöst hab.

Wie sich jedoch herausstellt, ist diese Skepsis völlig unbegründet, denn herausgekommen ist ein definitiv herausragender Film, der mit wunderschönen Bildern in Szene gesetzt wird und großartiges Schauspiel von einem jungen Cast bietet, welcher in Sachen Authentizität und Realismus dem Cast vom gestrigen It Remake in Nichts nachsteht.

Der Eindruck, den der Film auf mich hinterlassen hat, lässt sich wohl am besten als eine Art Seil beschreiben, dass um mich gelegt, mit einem Knoten zugebunden und über die Laufzeit immer weiter zugeschnürt wurde, bis ich kurz vorm Zerbrechen war.

Nachdem ich das Kino verlassen hatte, gingen mir schlagartig Gedanken zu einer Art Kreis Symbolik durch den Kopf, die der Film ziemlich clever darbietet. Das Ganze wird deutlich etwa durch viele Close-Ups von runden Gegenständen wie einem Duschabfluss, einem tragbaren CD-Player oder einem runden Deckeneinlass in einem Laden. Es ist fast so, als möchte der Film, dass man über den "Kreislauf des Lebens" nachdenkt, ohne dass er einen direkt mit der Nase drauf stoßen will.
Blade
sah diesen Film im Savoy, Hamburg - Original-Review

08.09.2017, 23:57



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