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Blade of the Immortal

Review

von André Hecker
Kultregisseur Takashi Miike hat sich für seinen 100. Film eine Manga-Verfilmung ausgesucht. Blade of the Immortal handelt von Krieger Manji, der unfreiwillig die Unsterblichkeit erlangt und die getötete Familie eines Mädchens rächt.

Typisch japanisch besteht der Film aus reichlich Overacting, langen Stand-offs und mitunter langwierigen Dialogszenen. Mit knapp 140 Minuten braucht man einiges an Sitzfleisch für dieses Samurai-Epos. Lohnenswert ist es aber allemal, allein das in schwarzweiß gehaltene Opening ist super und es geht ordentlich zur Sache. Wenn Manji sich teilweise durch hunderte Gegner schnetzelt, kommt definitiv Freude beim geneigten Zuschauer auf. Übertrieben brutal und blutig ist der Film für einen Miike aber tatsächlich nicht, man sollte also kein Schlachtfest erwarten. Die Gewalt ist eher realistisch gehalten und auch wenn der Bodycount hoch ist, gibt es keinen Splatter.

Die gesamte Atmosphäre ist dank toller Settings, Kostümen und einem stimmigen Soundtrack sehr dicht. Auch hält der Film sich vom Ablauf her nah an sein Manga-Vorbild, wenn auch im gesamten Film nicht einmal erwähnt wird, dass Manji 1000 böse Menschen töten muss, um sich selbst vom Fluch der Unsterblichkeit zu befreien. Seine Intention ist also eine andere, was dem Verlauf der Story aber nicht schadet.

Bildgewaltig, mitunter sogar ziemlich witzig, vielleicht etwas zu lang, aber dem Stoff ebenbürtig präsentiert Miike mit seinem 100. Film ein wahres Spektakel.
André Hecker
sah diesen Film im Savoy, Hamburg - Original-Review

13.09.2017, 12:59



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