von Fans für Fans

The Night of the Virgin

Night of the Langeweile

von D.S.
THE NIGHT OF THE VIRGIN war für mich filmgewordene Lebenszeitverschwendung – da will ich eigentlich nicht auch noch viele Mühen auf ein Review zu diesem plumpen Machwerk verschwenden. Zumal alles Entscheidende bereits im Review von „mdbnase“ gesagt worden ist, dem ich mich nur anschließen kann. Andererseits können die Warnungen vor dieser vergifteten Schlaftablette gar nicht laut genug ausfallen, also los.

Der Film möchte ganz offensichtlich ultimativ provokant und krass wirken, und das versucht er im Stile eines beschränkt fantasievollen Pubertierenden zu erreichen: indem er sich so tabubrechend eklig wie nur möglich gibt, mit fast allen denkbaren Körperflüssigkeiten um sich spritzt und seine Holzhammerwitze bis zum geht-nicht-mehr auswalzt. Ja, manchmal muss man dabei sogar lachen. Meistens aber aus Verzweiflung. Weil man einfach nicht glauben mag, dass dieser buchstäbliche Scheiß eine Finanzierung gefunden hat.

Das Problem ist dabei nicht mal die Story, die ist dämlich und genrekonform abgedreht genug, dass man an ihr sogar Gefallen finden kann. Das Problem ist im Wesentlichen auch nicht das Ekel-Niveau. Nach KUSO kann einen in dieser Hinsicht sowieso nichts mehr beeindrucken; und wer Splatter mag, kennt Heftigeres. Nein, das Problem ist, dass sich die VIRGIN zieht wie fauliger Kaugummi. Jede einzelne Einstellung ist hier dreimal so lang, wie es nötig gewesen wäre. Bis zum Finale passiert zudem unglaublich wenig – außer, dass sich gerade mal drei Figuren mit unerträglicher Theatralik die immer gleichen Beschimpfungen an den Kopf werfen. Und ein Club, der wohl über dem Handlungsort liegt, ununterbrochen, über Stunden (!) hinweg, nur einen einzigen Song spielt, dessen dumpfes Basswummern unfassbar nervig den gesamten Film unterlegt.

Unfassbar nervig ist ein gutes Stichwort, denn so lautet auch mein Fazit zum Film. Unsympathische, hässliche Charaktere, repetitive Inhalte, im eine volle Stunde zu lang geratenen Mittelteil des Films überhaupt keine nennenswerte Handlung, plumper Ekel-Humor und einfach kein Ende: Langeweile hat einen neuen Namen. 2 von 10 Punkten – tatsächlich fast noch unerträglicher als KUSO, denn der bietet zumindest begrenzt Abwechslung in seinem Geschehen.
D.S.
sah diesen Film im Cinestar, Frankfurt

20.09.2017, 04:58



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