von Fans für Fans

Trench 11

Besser als erwartet

von ArthurA
Trench 11 ist im Prinzip nichts anderes als eine kurzweilige Variation des Zombies-/Infizierten-Horrors mit einem zusätzlichen Ekelfaktor, was den Ursprung der Infektion angeht. Der Film möchte das Rad nicht neu erfinden, sondern begnügt sich mit altbekannten Versatzstücken, was aber dennoch überraschend gut funktioniert. Der Blood-'n'-Gore-Anteil ist ordentlich und sobald die Bunkeranlagen betreten sind, bewegt sich die Handlung recht flott. Durch das unterirdische Setting fällt das geringe Budget des Films nicht so sehr ins Gewicht. Leider setzt Trench 11 seine Kulisse kaum dazu ein, um Klaustrophobie beim Zuschauer zu erzeugen.

Die meisten Charaktere sind sehr eindimensional gezeichnet, es gibt allerdings nette kleine Elemente, die man in Weltkriegsfilmen selten sieht, wie beispielsweise den Einsatz von Kokain unter Soldaten. Rossif Sutherland (Kiefer Sutherlands Halb-Bruder!) ist ein sympathischer, wenn auch unterentwickelter Protagonist. Schauspielerisch fällt vor allem Robert Stadlober durch schamloses Overacting auf. Als klischeehafter Oberbösewicht scheint er vergessen zu haben, in welchem Weltkrieg er sich gerade befindet, hatte aber sichtlich großen Spaß an der Rolle und bringt Leben in den dritten Akt des Films.
ArthurA
sah diesen Film im Residenz, Köln - Original-Review

26.09.2017, 07:02



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