von Fans für Fans

Bad Match

Pass auf, wen du nach rechts wischst!

von Leimbacher-Mario
Die Gefahren des Internets mal wieder. Ein schief gelaufenes Date mal wieder. Das weibliche Geschlecht als Fliegenfalle mal wieder. Man muss schon sagen, mit Kreativitätsruhm bekleckert sich "Bad Match" nicht. Ein solider Thriller zum Thema Tinder, Obsession und Netzblind-/blödheit ist trotzdem dabei entstanden. Es geht um einen jungen Mann, der die Tinderdates wechselt wie seine Unterhosen. Routiniert spult er sein Programm runter, mit keiner Dame schläft er öfters. Einmal ..., weiterschicken. Richtig unsympathischer Playersh*t. Da gönnt man ihm fast, dass er sich mit Riley wohl eine waschechte Psychopathin angeswisht hat, die sein Leben zur Hölle macht...

Wendungsreich und doch vorhersehbar. Schick und doch unspektakulär. Spannend und doch nicht schweißtreibend. Clevere Idee und doch nichts Neues. Keine generischen Figuren und doch mit einigen echt dummen Entscheidungen zum Haareraufen. "Bad Match" ist kein schlechter Zeitvertreib. Jedoch im Endeffekt frustrierend mediokre und Chancen vergebend. Die Kritik an der oberflächlichen Welt von Tinder und Co. kann man vollkommen nachvollziehen, viele Handlungen der Hauptfiguren allerdings gar nicht. Allen voran der egoistische Player-Protagonist geht einem sehr schnell auf den Senkel. Da gönnt man ihm fast kein Happy End, vor allem nach einem letzten Drittel zum Kopfschütteln. Ein moderner Psychothriller, der aus seinem aktuellen und wichtigen Ansatz mehr hätte machen müssen.

Fazit: Twists, Tinder und totale Unsympathen - wäre als "Black Mirror"-Episode vielleicht besser aufgehoben gewesen. Solide Unterhaltung, wider seiner Vorhersehbarkeit & seinem Mittelmaß.
Leimbacher-Mario
sah diesen Film im Residenz, Köln

26.09.2017, 16:07



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