von Fans für Fans

Cold Skin

Die Form von Hypothermie

von Leimbacher-Mario
"Cold Skin" ist ein Man vs. Nature-Film im weitesten Sinne. Wunderschön auf Lanzarote gefilmt, nur inhaltlich leider unfassbar flache Stangenware. Zwei fragwürdige Männer auf einer einsamen Insel gegen aufgebrachte Amphibienwesen. Das war es. Über weit mehr als 90 Minuten. Ab und zu wird es laut, ab und zu cheesy, immer vorhersehbar, öfters mal was dumm und eigentlich dauernd das Gleiche. Als Kurzfilm vielleicht in Ordnung. Als ausgewachsenes Werk ermüdend. Vielleicht nicht ärgerlich wie der von Gens produzierte "Hostile", der nicht wenige Parallelen hat, doch vom Hocker haut das niemanden.

Das Setting ist sehenswert. Lanzarote enttäuscht als karges, menschenfeindliches Terrain nie. Leider bietet sich dem geneigten Zuschauer danach nicht mehr viel. Die Ausgangslage ist nach 20 Minuten klar und wird stupide Nacht für Nacht durchgekaut, die romantische Kante ist ebenso altbacken und langweilig. Zudem wirkt der Möchtegern-Jon Snow blass wie ein Schlossgespenst und jedes Kind kann mehr Charakterentwicklung schreiben. Hier wird eine minimale Geschichte viel zu sehr aufgeblasen. Xavier Gens ist schon ewig nicht mehr auf einem guten Niveau. Dieser kaltblütige Kaugummi bildet da keine Ausnahme. Selbst wenn ein Totalausfall, dank dem coolen Design der interessanten Wesen, anders aussieht.

Fazit: unterkühlte Speziesverständigung für die kalten Tage vorm Kamin. Hat mich nicht gepackt, hat mich nicht enttäuscht. Zu lang für seine ultrasimple Prämisse.
Leimbacher-Mario
sah diesen Film im Residenz, Köln

22.01.2018, 00:42



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