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The Marsh (2006)

Ich sehe gelangweilte Menschen

Man nehme ein romantisches, altes Haus, abgelegen in einem geheimnisvollen Sumpf, ein bisschen schummrige Atmosphäre, eine sinnliche Hauptdarstellerin + fertig ist der gute Geisterfilm? Leider nein. Denn ein mal wieder als Ghostbuster herumtappender Quoten-Schwarzer und im Wind klappernde Türen machen eben noch keine Spannung aus.

Wenn man sich auf das dünne Eis begibt, ein nunmehr 50 Jahre altes Thema zum 100. Mal neu aufzulegen, sollte man zumindest dafür sorgen, daß der Film ein Mindestmaß an Spannung und Originalität besitzt. Bei "The Marsh" aber jagt ein vorhersehbares Klischee das andere und 90 langweilige Minuten lang kann man sich des Eindrucks einfach nicht erwehren, daß man fast genau den gleichen Film schon dutzende Male besser gesehen hat. Selbst zum Teil relativ kommerzielle Produktionen wie z.B. "The Others", "The Seventh Sense" oder auch "The Gift" können mit mehr Spannung und Dramatik aufwarten als dieses um jede Ecke und Kante glattpolierte, dröge Plagiat, das anmutet als hätte es sich ein fantasieloser Amateur aus einem Baukasten für Retortenfilme zussamengepuzzelt. "The Marsh" ist nichts weiter als eine Sequenz von bemüht wirkenden Szenen von aneinandergereihten Versatzstücken aus anderen Geisterfilmen. Selbst die von der Hauptdarstellerin gemalten Kunstwerke sehen aus wie von Tim Burton geklaut.
Alexander
sah diesen Film im Metropolis 6, Frankfurt
OOO.......
03.08.2006, 17:16
 

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