von Fans für Fans

Revenge

Duell in der Sonne - Hardcore Version

von Alexander
Wow! Und ich MEINE -WOW-! Wollte ich mir diesen Film aufgrund seiner plakativen „Rape & Revenge“ Story, die ich schon tausendmal vorher gesehen habe, zunächst ersparen, bin ich nun richtig happy darüber, es nicht getan zu haben.

Was für ein Brett. Sieht man mal ganz großzügig über die leider zahlreich vorhandenen und wirklich riesengroßen Logiklöcher in der Geschichte hinweg, kann man hier wirklich Spaß haben. „Revenge“ dürfte zwar der heißeste Anwärter auf den Film mit der geringsten Glaubwürdigkeit aller Zeiten sein, bietet gleichzeitig aber absolut konsequente Hardcore-Unterhaltung und dazu noch das heißeste Babe, das jemals die Leinwand auf dem Filmfest erblicken durfte.

Für französische Beiträge nicht unüblich wird einem die Geschichte in durchgestylten Hochglanzbildern um die Ohren gehauen, deren innovative Kamera einem die Hitze der sengenden Sonne fast spüren und den trockenen Staub der Wüste fast schmecken lassen.

Natürlich überrascht „Revenge“ nur optisch, denn inhaltlich ist sowieso von Anfang an klar was passieren dürfte, und dem Zuschauer stellt sich, wie so oft in diesem Genre, eher die Frage nach dem WIE. Genau das wird hier aber dermaßen posh in Szene gesetzt, dass man sich mehr als nur einmal dabei ertappt, als blutgeile Sau die Geschehnisse mit Applaus unterlegen zu wollen. Ein „guilty pleasure“ vom Allerfeinsten. Frage bitte keiner nach Inhalten, Logik und Glaubwürdigkeit – niemand hat behauptet hier einen Film fürs Hirn abzuliefern. Und ja, der Film ist stellenweise wirklich so saukomisch, das man trotz der ultrabrutalen Handlung nicht anders kann, als in gellendes Gelächter auszubrechen. Ob das so gewollt war, sei mal dahingestellt.

Der mit großem Abstand allerbeste „Rape & Revenge“ Thriller seit der Neuverfilmung von „I Spit on Your Grave“. Bleibt nur die Frage, wo Jen mitten in der Wüste ein Haarfärbemittel finden konnte? ^^
Alexander

30.05.2018, 14:41



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