von Fans für Fans

The Strangers: Prey at Night

Kuck mal wer da klopft!

von Alexander
In Zeiten von so großartig und konsequent umgesetzten Splatterfilmen wie „Downrange“ oder „Revenge“, kann man den Strangers eigentlich nur zum Vorwurf machen, ihr Potential sträflicher weise nicht nur nicht voll auszuschöpfen, sondern vor allem drastisch unter der Erwartungshaltung des Zuschauers zu halten. Vielleicht ist der Film einfach nur 10 Jahre zu spät dran, denn früher haben wir mitunter bei schlechter gemachten Beiträgen applaudiert – aber man wird über die Jahre halt anspruchsvoll.

Denn so richtig schlecht ist „Prey at Night“ keineswegs, der Film beschränkt sich halt darauf die aus dem ersten Teil bekannten Psychopathen auf neuem Terroir ihr blutiges Treiben fortsetzen zu lassen, und dies leider ohne große Überraschungen, ohne Innovationen und ohne neue Ideen. Aber daran hatte früher bei „Jason“ und „Michael Myers“ ja auch keiner was dran zu meckern.

Aber das war „früher“. Heute muss es eben mehr sein. Als damals „The Strangers“ gezeigt wurde, konnte der Film eigentlich nur durch seine drastische Variation des in anderen Filmen (ILS) bereits noch besser umgesetzten „Home Invasion“ Terrors punkten, da erwartet man bei einer zu so spätem Zeitpunkt doch recht unerwarteten Fortsetzung wohl einfach mehr.

Es wird also etwas zu lieblos gekillt, an zahlreiche Türen geklopft, und im Dunkeln auf nebligen Straßen herumgeschlichen, dass man sich gerade so leidlich etwas gruseln kann. Für dringend benötigtes Filmblut war dann offensichtlich kein Budget mehr vorhanden, denn dies dürfte bereits für den Ankauf der Rechte am sicherlich nicht schlechten 80er Jahre Soundtrack aufgezehrt worden sein, was im doppelten Sinne ärgerlich ist, denn obwohl ich vor langer Zeit einmal ein großer Fan von Kim Wilde & Co. gewesen bin, schafften es die (guten) Songs definitiv nicht, den Bildern Dramatik oder mir die sehnlichst erwartete Gänsehaut zu verleihen.

Und die Frage warum diese Fortsetzung überhaupt gemacht wurde, lässt sich vielleicht am besten mit einem Satz der Killer-Protagonisten beantworten : „Warum nicht?“
Alexander

30.05.2018, 15:16



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