Border

Grenzerfahrung

von Christian
Ob nun „Gräns“, so der Originaltitel oder Border oder Grenze. Was für ein toller, passender Titel für den diesjährigen „Un certain regard“-Sieger in Cannes bzw. das aktuelle Centerpiece des Fantasy Filmfestes 2018. Wir bewegen uns in diesem Film permanent an Grenzen, ob zwischen Ländern, Menschen, Geschlechtern, Geschmäckern, Werten, Kulturen, Kreaturen oder (phantastischen) Welten.

Tina, optisch leicht an eine Loriot-Figur erinnernd, arbeitet als Spürnase und -hund an einer schwedischen Grenze. Ihre Sinne sind so scharfgestellt, dass sie das Böse bzw. das Geschmuggelte förmlich riechen kann. Ihr sonderliches Aussehen scheint ihrer Umwelt zwar aufzufallen, aber ihre Angepasstheit und Gutmütigkeit macht man sich dann doch gern zu Nutze. Eines Tages begegnet ihr Vore an der Grenze. Vore scheint aus dem gleichen Holz geschnitzt zu sein, zumindest optisch. Längst vergrabene Gefühle erwachen…

Regisseur Ali Abbasi muss ich wirklich applaudieren. Ich fand seinen letzten Film „Shelley“ grässlich. Mit Border zeigt er uns nun diese herrliche, leicht düstere, nordische, fabelartige Geschichte. Die Bilder sind wunderschön, so anders, so natürlich zwischen Realität und Phantasie und doch immer so real, dass der Film gekonnt Crime-Drama und Fantasy jongliert. En passent bietet er auch genügend Ansätze und Zündstoff, um auf unterschiedlichen Ebenen über verschiedenste Dinge diskutieren zu können. Vielleicht auch dank der Feder von John Ajvide Lindqvist. Lest alle seine Bücher und Geschichten!

Einfach nur wundervoll!
Christian
sah diesen Film im Savoy, Hamburg

17.09.2018, 20:04



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