crazy

House

Campfest

von Lari-Fari
Der folgende Review enthält SPOILER!
Was für ein Film! Die Story ist redundant - ein Rudel kreischiger Schulmädchen übernachtet in einem Spukhaus und wird nach und nach vom Leben zum Tode befördert.
Wie dieses Transportunternehmen aber vonstatten geht, ist schlichtweg atemberaubend, knallebunt und völlig bekloppt: House ist wilder Camp, der sich mit beiden Händen und allen zur Verfügung stehenden Gliedmaßen bei der Ästhetik von Manga und Anime bedient. In filmischer Hinsicht wirkt das wie eine wüste Kostümparty, bei der jede Szene mit Verve in die Klamottenkiste der filmischen Mittel greift. Da gibt es Trickfilmelemente, gemalte Kulissen, Epilepsie auslösende Schnittfolgen, kuriose Überblendungen, Stop Motion, ... Die Liste zu vervollständigen hieße, den kompletten Film nacherzählen zu müssen. Und das wäre nicht ganz unkompliziert, denn was im menschenfressenden Hausu eigentlich passiert, ist schwer in Worte zu fassen. Unter anderem wird ein Mädchen von einem abgeschnittenen, fliegenden Kopf in den Hintern gebissen, ein anderes wird von einem Klavier gegessen und ein Lehrer in einem Strandbuggy verwandelt sich vollkommen grundlos in Bananen. Das Ergebnis ist ein psychedelischer Ritt, wie ich ihn im Kino lange nicht mehr gesehen habe. Meine Güte!
Spannend im Sinne eines herkömmlichen Geisterhausfilms ist House natürlich nicht mehr - Die Spannung resultiert eher aus der Frage, mit welchem überdrehten Einfall man wohl als nächstes überrascht wird, und da befriedigt der Film jede noch so hohe Erwartungshaltung.
Kindergeburtstag pur, fantasievoller kann der fantastische Film nicht sein!
Lari-Fari
sah diesen Film im Union 3, Bochum

06.08.2006, 03:18



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