The Angel

Bübchen has a gun

von Alexander
Als Film über einen Serienkiller angekündigt, entpuppte sich „The Angel“ mehr als die Geschichte eines soziopathischen jungen Mannes, der eine innige Liebe zu Schusswaffen entwickelt und eigentlich mehr darauf fixiert ist, Menschen auszurauben, als primäres Interesse daran zu haben, ihnen das Leben zu nehmen.

Für mich war das jedenfalls kein „echter“ Serienkiller-Film in der Tradition von Werken über Sadisten, denen es ums Töten geht. Noch dazu wirkte der blonde Bub fast komisch, es war fast ein bizarres Vergnügen ihm dabei zuzuschauen, wie er seine banalen Tage mit irgendwelchen Losern und dem herumgespiele an großkalibrigen Waffen vertrödelte und dabei genauso gelangweilt wirkte, wie er auch mich zu langweilen wusste. Schrecken jedenfalls erzeugte er bei mir nicht. Das harmloseste kleine Serienkiller-Bübchen das bislang die Leinwand erblickte, würde ich sagen.

Ohne besondere Höhepunkte oder wirkliche Überraschungen schleppt sich dann auch die Geschichte durch recht lange 2 Stunden dahin, ermüdet häufig eher als zu fesseln, wenn es auch einige recht unterhaltsame Szenen gibt, die ich aber eher einem Sozialdrama und stellenweise einer schwarzen Komödie zugeordnet hätte, als einem Thriller über „Argentiniens berüchtigtsten Serienmörder“.

Zugegeben, die Geschichte versprüht ein gewisses Flair in teils coolen Bildern, mit 70er Jahre Feeling und passendem Soundtrack. Insgesamt hinterließ der Film bei mir aber keinen sehr lange nachhallenden Eindruck und dürfte im Laufe der Zeit in der Erinnerung allmählich verblassen.
Alexander

25.04.2019, 15:56



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