Porno

Long Dong Snoozer

von Leimbacher-Mario
Ich mag Filme die in einer Nacht, an einem Schauplatz spielen. „Demons“ ist nicht umsonst einer meiner Lieblinge. Und „Porno“ hat nicht wenig mit diesem gemein, natürlich ohne an dessen Klasse zu kratzen. In der Horrorkomödie folgen wir ein paar bibeltreuen Teenagern, die in einem kleinen Kino angestellt sind und ihren eigenen Abend organisieren dürfen. Doch als dabei ein mysteriös-satanistischer Porno aus dem geheimen Kellerarchiv im Projektor landet, gerät der Abend deutlich teuflischer als gedacht und es wird richtig feucht-fröhlich...

„Porno“ ist ein trashig-feines Amateurfilmchen mit dem Herz am rechten Fleck, mit Charme und pubertären Tönen. Vielleicht fehlen hier und da die Mittel, satte 100 Minuten hätte es wahrscheinlich auch nicht gebraucht und es dauert und dauert, bis der Stein des Gemetzels mal ins Rollen kommt. Außerdem darf man sich natürlich keinen echten Horror erwarten. Doch ansonsten wird man, am besten mit ein paar Bierchen und Kumpels, prächtig unterhalten. Bei runtergeschraubten Erwartungen, wie gesagt. Es gibt eine heiße Hexe in meist nackig, es gibt eine provisorische Penis-„OP“, die schon beim Zusehen schmerzt und es gibt süß-naive Jesuskinder, die die höllischen Sünden der Welt erkunden. Außerdem stimmen die 90er-Hänger-Vibes. Was will der geneigte und ein Auge zudrückende Horrorfan zu später Stunde mehr?! Tut nicht weh. Bis auf die eine Szene...

Fazit: Leidenschaft und Wille waren da, zudem ist die „Penis-Reparatur“ richtig schön fies. Ansonsten nutzt er sein Potenzial zwar nie ganz aus und hat überraschende Längen drin, doch ich umarme ihn trotzdem. Leicht angeschwipst zumindest. Ein Rausschmeisser.
Leimbacher-Mario
sah diesen Film im Residenz, Köln

16.09.2019, 01:01



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