Girl on the Third Floor

The Secret of the Ooze

von Leimbacher-Mario
„The Girl on the Third Floor“ - eine auf den ersten Blick recht klassische Haunted House-Story mit einem Wrestler in der Hauptrolle. Was sich liest wie Horrorausschussware hat mir viel besser gefallen, als er eigentlich jedes Recht hätte. Wir folgen einem werdenden Vater in ein neu gekauftes, leicht gotisches Gruselhaus, das renoviert werden muss. Doch diese Renovierungsarbeiten gestalten sich alles andere als einfach, wenn gefühlt aus jeder Ritze des Altbaus seltsamer Schleim dringt, die höllisch sexy Nachbarin einen verführen will und es noch viele weitere böse Überraschungen durchzustehen gilt...

CM Punk ist ein besserer Schauspieler als viele seiner Kollegen aus dem Ring, er spielt das Ding irgendwo zwischen Ash Williams und John Hamm überzeugend und solide. Zudem versprüht der gesamte Film deutliche „Evil Dead“-, „Hellraiser“- und „Shining“-Vibes, was ich sehr begrüße. Und das gar nicht mal so ungeschickt und billig, wenn auch natürlich nicht in deren Liga. Doch man merkt, dass die Macher wussten, was sie tun. Das Haus atmet und spuckt, einen Hausgeist wie Sarah Brooks hätte fast schon jeder (Mann) gerne und der Aufbau ist gemächlich aber nie langweilig, die Laufzeit wird gut genutzt. Ein paar mehr Highlights, wie die unter die Haut gehende Murmelattacke hätten es noch sein können. Ansonsten ein rundum gelungener Beitrag zu einem ausgelutschten Thema. Atmosphärisch und positiv eklig. Nichts zum Schwärmen - noch weniger zum Haten. Da produziert das Genre jedes Jahr dutzende schwächere Filme in dieser Nische.

Fazit: CM Punk smackt das Ding durch den Ring... äh Wohnungsboden und „Girl on the Third Floor“ ist sicher kein Meilenstein in Sachen Geistergrusel, aber ein verdammt bekömmliches, leicht spezielles Mahl. Sehr bekömmlich und kurzweilig. Gothic trifft Moderne. Schleimiges Murmeltier. Oozy boozy Beletage.
Leimbacher-Mario
sah diesen Film im Residenz, Köln

20.09.2019, 01:28



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