The Furies

Eddie vs. Mason vs. Byers vs. Heatherface vs. Pigsaw vs. LANGEWEILE

von Leimbacher-Mario
Ein Slasher, der mehrere Horrorikonen (oder zumindest magere Kopien von ihnen) vereint und sie im australischen Hinterland auf hübsche Beauties loslässt - was klingt wie ein feuchter Traum, entpuppt sich leider als Flachköpper und Platzpatrone aus Down Under. „The Furies“ ist eine Bewerbungsmappe für seine gorigen, toll handgemachten Spezialeffekte. Mehr leider nie. Das kann reichen für einen saftigen Zeitvertreib, wie gesagt, die Kills sind wirklich brachial, derbe, fies und famos getrickst von den Erben Savinis. Doch für einen guten Slasher reicht das leider nicht.

Wer hier die Splatterhighlights zusammengeschnitten sehen würde, könnte das kaum glauben. Zu geil und gekonnt sind diese. Doch glaubt mir: diese Öde Hatz verkackt ansonsten fast alles was geht und schießt sich damit heftig ins Bein. Die Opfer bzw. Ladies sind weder allzu nett anzusehen noch wirklich sympathisch; das Setting könnte grauer und staubiger und eintöniger nicht sein; der eingestreute Humor nimmt auch noch den letzten Bissen Spannung. Eine gute Comedy ist's aber auch nicht. Und obendrein könnte man dem bemühten aber nicht gekonnten Ding auch noch Frauenfeindlichkeiten vorwerfen. Aber das lasse ich mal außen vor und nehme es nicht allzu ernst. Der Rest ist mau genug. Einfälle sind Fehlanzeige, erst recht gute. Die „Beasts“ sehen nett aus, wirken jedoch bedrohlich wie ein Welpenhaufen. Und die zusammengewürfelten Frauen variieren stetig zwischen einem unbekannt, dumm, unsympathisch, egal und egoistisch. „The Furies“ kann nur niedrigsten Slasheransprüchen gerade so gerecht werden. Gore ist eben nicht alles. Von einem Fan für uns Fans ist leider auch nicht immer das Wahre. Kurz aber ganz und gar nicht kurzweilig, eher pure Langeweile für mich.

Fazit: Jackie in the Box - außer Splatterspesen nichts gewesen. „The Furies“ rettet sich durch tolle Gorespitzen gerade so aus dem Gurkenglas. Aber selbst wenn man ein Auge zudrückt (oder es sich gleich ganz herauslöffelt): das gehört schon deutlich ins untere Drittel in seinem Subgenre.
Leimbacher-Mario
sah diesen Film im Residenz, Köln

20.09.2019, 02:30



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