Deathcember

Schrottwichteln

von Herr_Kees
Um es – den Filmen angemessen – kurzzumachen: DEATHCEMBER ist eine echte Zumutung. Nahezu jeder der 26 Beiträge sieht aus wie ein sehr bemühter Amateurfilm, selbst die der namhafteren Regisseure wie Deodato oder Haaga sind ganz offensichtlich mit sehr wenig Aufwand und schauspielerischem Talent realisiert.

Statt eigene Ideen umzusetzen werden gerne Vorbilder zitiert, dabei ist die HUNCHBACK-Hommage noch ganz nett, aber eine solch platte Tarantino-Kopie wie in X-MAS ON FIRE ist einfach nur peinlich.

Ein paar der Filme sind ganz ordentlich, neben dem HUNCHBACK OF BURG HAYN hat FAMILY MATTERS trotz Billiglook zumindest eine nette Idee, der Knetmännchenbeitrag CRAPPY CHRISTMAS übertreibt es zwar maßlos, bekommt dafür aber einen Charmepunkt, PIG von Andreas Marschall macht den professionellsten Eindruck und ist auch von der Story her rund und FAMILY FEAST zeigt sehr schön, was zu viel Bowle aus einem trauten Familienfest anrichten kann. Einziges wirkliches Highlight ist Türchen 23, die etwas weirde Retrosatire CRACKER, die endlich mal eine neue Perspektive und auch einen neuen Look in die Sammlung bringt.

Mal abgesehen davon, dass einige der Filme nur mit Mühe oder auch mal gar nicht dem Weihnachtsfest zuzuordnen sind (das ist dann auch schon egal), ist DEATHCEMBER nach der ABC-Reihe (die immerhin professioneller aussah) eine weitere Enttäuschung in Sachen Kurzfilmrolle.
Herr_Kees
sah diesen Film im Metropol, Stuttgart

20.01.2020, 00:51



Weitere Informationen (externe Links):