Ordinary Man

Schade, schade, schade

von Wishbringer
Durch die offizielle Filmbeschreibung, den Trailer und die positiven Reviews freute ich mich auf diesen Film. Ich mag gerne französische Filme, und die Geschichte eines Mannes, der einen Fehler begeht, dadurch in eine Extremsituation abseits seines Alltags gebracht wird und sich immer weiter in Schwierigkeiten bringt, sprach mich auch sehr an.

Meine Erwartungen wurden aber total enttäuscht. Die Handlungsweisen der Charaktere sind meinem Empfinden nach von Anfang (dort besonders!) bis Ende des Films ziemlich absurd und nicht schlüssig aus ihrer psychischen Situation heraus nachzuvollziehen, oder der Film bemüht sich nicht ausreichend darum. Dies hat zwar den Vorteil, dass die Handlung des Films dadurch auch nicht absehbar werden kann, hat mich aber doch sehr gestört.

Georges, der "homme ordinaire", verliert dann auch noch durch einige seiner Handlungen drastisch Sympathiepunkte beim Zuschauer, die er eigentlich gebraucht hätte, damit man außer mit Christine auch mit ihm mitfiebern kann, dass es - obwohl ständig aussichtslos - doch noch irgendwie zu einem nicht-tragischen Ende kommt.

Wir haben hier eine schöne Idee und gute Schauspieler, verschenken dieses Potential aber an ein schlechtes Skript, das auch ganz schnell die Hoffnung auf eine wirkliche Auseinandersetzung und Interaktion zwischen Christine und Georges zerstört. Lediglich das handlungsreiche, sich durch so einige überraschende Wendungen auszeichnende Ende hat mich wieder ein wenig mit dem Film versöhnt. Trotzdem: Alles sehr bedauerlich...
Wishbringer
sah diesen Film im Union 1, Bochum

10.08.2006, 22:42



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