crazy

Sputnik

Unterkühlter Retro-Science Fiction

von Alexander
Das Beste an diesem SF-Horror ist noch seine bis in das letzte Detail stimmige, unterkühlte Ostblock-Atmosphäre. So und nicht anders haben wir uns zu Zeiten des „kalten Krieges“ doch Mütterchen Russland vorgestellt, oder? Schäbige Baracken, düstere, mit billigem Laminat ausgelegte Flure, verranztes Mobiliar und grimmig dreinblickende Offiziere in beigen Uniformen.

Auch das technische Set-Design brilliert mit einem rustikalen Charme, dass es eine Freude ist. Holzverkleidete Armaturen, Röhren, Knöpfe und Schalthebel, dick wie Eisenbahnschienen. Wunderbar! Man sollte auch besser Gefallen daran finden, denn sehr viel abwechslungsreicher gestalten sich die in Patina getränkten kühlen Szenen in „Sputnik“ nicht.

Die Geschichte ist zwar relativ simpel gestrickt, aber spannend umgesetzt und mit zahlreichen gefühlsbetonten Momenten der Protagonisten gewürzt. Dazu eine Hauptdarstellerin, die mir gut gefallen hat und deren Darstellung einer hochempathischen Psychologin überzeugen konnte. „Sputnik“ vermag außerdem noch mit einem recht ekligen Creature-Design zu punkten.

Leider geriet der Film aber auch reichlich redselig und dialoglastig. Dies trägt in der unsynchronisierten Originalfassung zwar ganz deutlich zur insgesamt stimmigen Atmosphäre bei, nimmt stellenweise aber auch etwas vom Tempo und der Spannung raus, und zieht den Film vielleicht etwas unnötig in die Länge.

Fazit: Für Freunde des „Alien“ Horrors eine nicht ganz uninteressante Spielart des Themas, doch bedarf es heutzutage wohl einfach mehr, um bei Fans des Genres noch Begeisterungsstürme auszulösen.
Alexander

09.09.2020, 13:15



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