crazy

Palm Springs

Und täglich grüßt die Metaebene

von Herr_Kees
Wie oft das Thema Zeitschleife seit Bill Murrays Paraderolle 1993 in Film (u. a. RETROACTIVE, 12:01, EDGE OF TOMORROW) und TV (u. a. RUSSIAN DOLL) bereits durchexerziert wurde, zeigt sich sehr schön an der Exposition dieses Films: Es gibt keine.

Schnell wird klar: Wir begegnen unserem Protagonisten Nyles nicht an seinem ersten Tag im Timeloop, er hat schon Übung. Das ist eine der frischen Ideen, die Max Barbakow in seinem Langfilmdebüt auf die Leinwand bringt. GROUNDHOG DAY selbst wird zwar nie erwähnt oder direkt zitiert, doch es ist klar, dass PALM SPRINGS auf dessen Ideen aufbaut, sie variiert und manche davon gelungen fortführt.

Dass daraus keine reine Gagparade wird (wie in anderen Lonely Island Filmen, z. B. POPSTAR), sondern eine bisweilen richtig schön emotionale Romcom, ist der Chemie zwischen Andy Samberg und Cristin Miliotti (die letzte Mutter aus HOW I MET YOUR MOTHER) zu verdanken. Aber auch der ganze restliche Cast trägt maßgeblich zum Vergnügen des Films bei – die Performances machen auch dann Spaß, wenn der Film mal eine Ruhepause einlegt oder mal nicht so lustig ist, wie er gerne wäre.

Schön stimmungsvoll ist übrigens auch der Soundtrack, sodass aus PALM SPRINGS ein rundum gelungener Sommer-Feelgood-Spaß wird, auch wenn man mit Andy Samberg ansonsten vielleicht nicht so viel anfangen kann.
Herr_Kees
sah diesen Film im Metropol, Stuttgart

24.09.2020, 13:59



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