32 Malasana Street

Geisterbahn zum Abgewöhnen

von Herr_Kees
Eine Familie vom Land bezieht in den 70ern eine lange leerstehende, überraschend günstige Wohnung in Madrid, die – wer hätt's gedacht – gleich nach dem Einzug von der verstorbenen Vormieterin heimgesucht wird.

Der spanische Period-Grusler versucht wirklich mit allen Mitteln, sich in die Riege etablierten Hollywoodhorrors à la CONJURING, INSIDIOUS & Co. zu spuken: ständig knallen die Türen und flackern die Lichter, am Ende jeder längeren Kamerafahrt lauert ein Jumpscare, meist in Gestalt einer langhaarigen Seniorin, so gut wie jedes Setup ist vorhersehbar und nur ganz wenige Szenen schaffen echte Atmosphäre. Das ist definitiv zu viel Schreckeffekt und deutlich zu wenig Charakterarbeit und Storytelling.

Die Auflösung bringt zwar wenigstens mal etwas Abwechslung ins Genre, hilft dem Film aber auch nicht übers Mittelmaß hinaus – wer anderthalb Stunden in derselben Geisterbahn sitzt, hat eben bald genug davon.
Herr_Kees

29.01.2021, 13:30



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