Hunter Hunter

Wer hat Angst vorm bösen Wolf?

von meiklsan
IFC Midnight präsentiert Hunter Hunter.
Irgendwo im tiefsten Wald, einsam und verlassen, treffen wir auf eine kleine Aussteiger- und Selbstversorger-Familie: Mann, Frau, Kind und Schäferhund. Das Leben der Familie besteht zu 100 % aus Natur, Wald, Jagd, der Lehre von der Jagd und der Essenszubereitung, also der Traum vom Leben in und mit der Natur, weitab von jeglicher Zivilisation.
Doch wer hätte es gedacht, eines Tages tauchen im Wald bedrohliche Zeichen eines ungebetenen "Gastes" auf und aus dem idyllisch friedlichen Waldalltag wird schlagartig ein brutaler Überlebenskampf für Mutter und Tochter, denn zu allem Übel bleibt der geliebte Ehemann im Wald verschwunden.
Der Film geizt nicht mit Überraschungen und bleibt trotz dem begrenzten Waldsetting und Cast immer sehenswert, denn er spielt gekonnt mit der ungestillten Neugier des Zuschauers. Diese wird mit kleinen bekannten und geliebten Horrorthriller Elementen häppchenweise angefüttert aber niemals überfrachtet. Weniger ist hier mehr. Ein schönes Wechselspiel zwischen emotionaler Traurigkeit, Hoffnung, Verlust und schmerzvollsten Slashermomenten. Der wohl dosierte, abwechslungsreiche, wabernd schwebende und soft hämmernde Soundtrack trägt sein Übriges dazu bei, um jegliche Szenerie und alle Spannungsmomente ganz hervorragend zu untermalen. Flinte in Anschlag und rein ins Kino.
Durchhalten wird mit einigen der schönsten und blutigsten Aufnahmen nach High Tension und Frontiers belohnt und dürfte später wohl damit so manches Mediabook Cover zieren!
Lockere 7 von 10 Punkten.
Ein möglicher Walkie-Talkie Extrapunkt wird leider durch eine mangelhafte CGI Szene egalisiert.
meiklsan

12.09.2021, 17:48



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