Dashcam

Die drei Ladebalken des Condor

von Leimbacher-Mario
„Dashcam“ ist ein hipper Desktop-, Verschwörungs- und Pandemiethriller (und nichts davon ganz) zwischen „Searching“ und „Blow Out“. In kleiner, in vager, in öder. Nicht total schlecht. Aber trotz knapper Laufzeit ziemlich… leer. Berechenbarkeit to the Max.

Auch ohne seine ausführliche Einleitung auf dem Fantasy Filmfest hätte man bei „Dashcam“ die Vorbilder und Intentionen von Regisseur Christian Nilsson kaum übersehen können. Und ich denke er weiß selbst, dass er mit De Palma oder Coppola vielleicht etwas hoch gegriffen hat und sich meiner Meinung nach viel mehr auf sein eigenes Ding hätte konzentrieren sollen. Aber selbst das hätte bei dem blassen Knochengerüst von Drehbuch wohl nicht für mehr gereicht. Das Ende ist dermaßen absehbar, dass es an Satire grenzte. Die Hauptfigur ist weder die sympathischste noch die schlauste. Ein weißes Blatt. Die eigentliche „Verschwörung“ spielt unter CSI-Niveau. Wirklich stylisch ist das auch nicht. Adobe-Werbung. Kurzfilmmaterial. Das. Reicht. Einfach. Nicht.

Fazit: Monotoner Monitorkrimi ohne echte Höhen, Spannung, Ideen. Akut, aber nicht clever. Maximal 'ne zeitgeistliche Fingerübung.
Leimbacher-Mario
sah diesen Film im Residenz, Köln

06.11.2021, 01:39



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