The Twin

Überflüssig

von D.S.
Mal wieder eine Shudder-Produktion, die brav-biederer Mainstream ist – der Sender muss langsam wirklich aufpassen, nicht zum Lifetime des Horrorgenres zu werden. THE TWIN bietet eine extrem unglaubwürdige, vor allem im ersten Drittel merkwürdig abgehackt erzählte Geschichte, die durch ihre Auflösung in mancher Hinsicht sogar noch unglaubwürdiger wird. Stellenweise zum Schreien dämlich.

Aber gut, man ist es ja gewohnt, dass bei Durchschnittsgruslern Logik nicht das wichtigste Attribut ist, und apropos Auflösung: Immerhin hat man sich nicht für die allernaheliegendste entschieden. Dafür aber für eine äußerst klischeehafte und schon hundertmal gesehene, die es dem Drehbuch zudem erlaubt, faul und nachlässig zu sein, da sie nahezu jedes beliebige Storydetail im Nachhinein erklärbar macht.

Immerhin gibt es ein wenig Atmosphäre, ein paar schöne Landschaftsbilder, eine Handvoll leicht schräge (oder auch nur bescheuert aussehende) Nebenfiguren, einige schöne und viele schön hässliche Kostüme zu bewundern. Kurzzeitig aufblitzendes „Hexensabbat“-Flair verspricht mehr, wohliges Schaudern vielleicht sogar, dieses Versprechen wird jedoch nicht eingelöst. Als belangloser Einstieg in einen Festivaltag oder an einem regnerischen Sonntagnachmittag im TV gerade so noch zu tolerieren, lockt aber wirklich niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Beziehungsweise aus dem Bett heraus. Die farblos aufspielenden Darsteller:innen machen es nicht besser. 4 von 10 Punkten. Überflüssig.
D.S.
sah diesen Film im Harmonie, Frankfurt

27.09.2022, 01:30



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