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Visitor Q (2001)

"Hätten's noch ein Tabüchen für mich? ...

... Das brech ich dann auch noch gerne!"

So in etwas könnte das Motto des Regisseurs gelautet haben, denn hier wird wirklich GAR NICHTS ausgelassen, was Leute anekeln oder was für Empörung sorgen könnte. Stellenweise habe ich mich wirklich gefragt, ob es das Ziel war, ganz einfach den kränkesten Film aller Zeiten zu drehen?!

Wenn man mit dem Ekel klarkommt, ist der Film gerade wegen seiner Bizarrheit meist nichts als absurd, und oft komisch. Er besteht aus lauter einzelnen Szenen, die meist ohne großen kausalen Zusammenhang aneinandergefügt sind, und Ausschnitte aus dem Leben einer schwer gestörten Familie zeigen - mit wechselnden Schwerpunkten auf den einzelnen Familienmitgliedern.

Einige dieser Szenen erreichen wirklich fast MONTY PYTHON-Niveau, und das halbe Kino hat sich fast weggeworfen. Leider aber sind die meisten Szenen reichlich ausgewalzt worden, und wirken so auf Dauer ganz schön ermüdend.

Ehrlich gesagt, fand ich VISITOR Q trotz nur 84 Minuten Länge eindeutig zu lang. Zu anstrengend. Und zu bemüht "krank".

Ist ganz schwer zu bewerten; weil ich ihn letztlich doch ganz schön langweilig fand, vergeb ich nur 4 Punkte. Kann man aber auch ganz anders sehen, und sich über Tabubrüche ohne Ende freuen.
Dominic Saxl
sah diesen Film im Turm Palast, Frankfurt
OOOO......
08.08.2001, 01:28
 

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