Schöne Menschen, sehr leicht bekleidet an sehr schönen Orten unterwegs, geraten an böse Menschen im brasilianischen Dschungel und müssen leiden...
Am Anfang wirkt das Ganze eher wie ein üppig bebilderter Reisefilm, der Horror in diesem Film setzt erst relativ langsam ein, dann jedoch mit durchaus sehr expliziten und heftigen Effekten (die zentrale Szene ist schon relativ starker Tobak). Dafür ist das ganze durchweg exquisit fotografiert auch die Darsteller sind fürs Genre betrachtet relativ sympathisch angelegt, so dass man am Ende sogar ein bisschen mitleidet und ihnen nicht (wie sonst so oft) sofort den Tod wünscht.
Insgesamt erinnert der Film ein wenig an die italienischen Dschungel-Kannibalenfilme der Spätsiebziger/ frühen Achtzigerjahre, ist jedoch mit Sicherheit besser fotografiert. Die hier präsentierten Klischees über die Bevölkerung eines fremden Landes (in diesem Falle Brasilien) sind in diesem Genre durchaus üblich und sollten nicht ganz so ernst genommen werden...
Fazit: Der Film war (auch aufgrund der im Vorfeld verbreiteten Negativkritik) besser als erwartet und konnte durchaus unterhalten. Bleibt nur noch zu erwähnen, dass der vielzitierte Vergleich mit Hostel aufgrund der anderen Herangehensweise etwas hinkt und nur das Grundthema gemein haben dürfte. Die hier wie auch dort angedeutete "Gesellschaftskritik" beider Filme wirkt hingegen in beiden Fällen albern und aufgesetzt...
Insgesamt ist der Film aber am Ende sicherlich nicht nur besser inszeniert, sondern auch effektiver als das soeben genannte Möchtegern-Kultfilmchen von Eli Roth. |