Subconscious Cruelty

Unbequem, aber konsequent und ehrlich!

von Dr.Gaul
Beeindruckt war ich schon. Noch mehr von den Reaktionen des zum Teil flüchtenden Publikums. Der Film war auch recht heftig. Imgrunde ging es aber nur um die Dechiffrierung uralter unterbewußter Ängste und, an der oberfläche in harmlosem Gewande erscheinender, Rituale. Und das so konsequent wie nur möglich. Ein interessantes Experiment. Es ist schon erstaunlich, wie sich plötzlich die größten Gore-Fans angewidert abwenden, nur weil man auf einmal Splatter-Einlagen zusammen mit GENITALIEN geboten bekommt. Was hat sie womöglich mehr schockiert...? Man schiebt es wohl auf die kruden Effekte, meint aber wohl in Wirklichkeit die sexuelle Komponente, von der man sich nun bequem distanzieren kann. Man tue mal nicht so scheinheilig! Die meisten, auch viele von denen, die gegangen sind, kennen und mögen womöglich auch den einen oder anderen Splatterfilm. Komisch nur, daß sie plötzlich Probleme damit haben. Und das, wo es diesmal "nur" um Deutung geht, und nicht um Realismus. Es handelt sich für mich auch keineswegs um einen Horror- oder gar Splatterfilm, auch wenn er so betitelt sicher seine Runde unter der hartgesottenen Klientel machen wird, unter jeder, noch so unpassenden Beschreibung. Ich finde den Mut der Macher jedenfalls bewundernswert! Ob es aber deswegen gleich KUNST ist...?
Dr.Gaul
sah diesen Film im Cinemaxx, Berlin
 
20.08.2001, 17:17



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